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    Tachobetrug im Gebrauchtwagenhandel hat sich in fünfzehn Jahren kein Stück verändert

    ADMINBy ADMINMay 13, 2026No Comments5 Mins Read
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    Tachobetrug im Gebrauchtwagenhandel
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    Laut ADAC ist ungefähr jeder dritte Gebrauchtwagen in Deutschland von Tachomanipulation betroffen. Die Zahl kursiert seit Jahren und Thomas Berger, Kfz-Sachverständiger aus Hannover der das seit zwölf Jahren macht, sagt mir die stimmt wahrscheinlich sogar, vielleicht ist es eher mehr. Der Schaden pro Auto liegt nach DAT-Berechnungen zwischen 2500 und 3500 Euro im Schnitt. Hochgerechnet reden wir über irgendwas zwischen vier und sechs Milliarden im Jahr, je nachdem wen man fragt. Das KBA hat seine Zahlen für 2024 rausgebracht, 12309 Kilometer fährt ein Pkw hier im Schnitt, Diesel kommt auf knapp 17000, Benziner 9500. Die Frage wie viele km fährt man im jahr beantwortet sich nicht über einen einzigen Mittelwert. Aber diese Durchschnittswerte, was soll man damit anfangen. Da ist der Rentner dabei der zweimal im Monat zum Edeka fährt und der Vertreter der jeden Tag seine 80 Kilometer Autobahn runterspult. Die DAT sagt Gebrauchte werden auf dem Privatmarkt im Schnitt mit 82400 Kilometern verkauft, beim Markenhandel mit 40000 weil die Vertragshändler die Hochkilometer-Autos gar nicht erst nehmen wollen.

    Die Technik ist immer noch lächerlich einfach. Ein OBD-Gerät für unter hundert Euro, zehn Minuten, fertig. Bei einem Kompaktklassemodell Baujahr 2016 steckst du den Stecker an die Diagnosebuchse unter dem Lenkrad, gibst die neue Zahl ein, das wars. Bei neueren Autos liegen die Daten in mehreren Steuergeräten verteilt, Kombiinstrument, Motorsteuergerät, manchmal sogar im Infotainment. Macht die Sache aufwendiger, kostet dann halt 200 statt 50 Euro bei den Leuten die das als Dienstleistung anbieten. Offiziell ist das natürlich Tachojustierung nach Instrumententausch, klar. Was in der Praxis damit gemacht wird weiß jeder. Seit August 2005 ist das nach Paragraph 22b StVG strafbar, bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe. Kommissar Werner Krause vom LKA Niedersachsen, der seit acht Jahren organisiertem Tachobetrug nachgeht, hat mir mal erklärt warum trotzdem so wenig passiert. Der Nachweis ist im Einzelfall extrem aufwendig, die Beweiskette reißt an jeder Landesgrenze ab, und die Staatsanwaltschaften haben andere Sachen auf dem Tisch. In Berlin wurde 2024 ein Verfahren gegen einen Ring eingestellt der nachweislich über 200 Fahrzeuge mit gedrehtem Tacho verkauft hatte, weil die Beweisführung über drei Ländergrenzen nicht gereicht hat.

    Grenzüberschreitende Importe sind das Kernproblem und die Zahlen dazu sind eindeutig. Ein Fahrzeug steht in Litauen mit 280000 auf der Uhr. Wird importiert, Tacho auf 140000 runtergedreht, taucht hier als gepflegter Gebrauchtwagen auf. Die Preisdifferenz zwischen hoch und niedrig liegt bei Kompaktklasse schnell bei 4000 bis 6000 Euro, und das ist der ganze Antrieb hinter dem Geschäft. Das KBA erfasst den Kilometerstand bei jeder HU, teilt die Daten allerdings nicht mit anderen europäischen Behörden, jedenfalls nicht automatisch. Belgien und die Niederlande haben das besser gelöst, die vernetzen ihre Register. Hier endet die Datenkette an der Grenze. Berger aus Hannover sagt er sieht das vor allem bei Autos die über Polen oder Tschechien reinkommen, da liegen die Manipulationsquoten nach Branchenzahlen zwischen vier und elf Prozent. In Deutschland sind es bei geprüften Fahrzeugen rund zwei Prozent, was sich nach wenig anhört, das sind halt nur die wo jemand hingeschaut hat.

    Was mich wirklich nervt ist das Käuferverhalten. Nicht vorwurfsvoll gemeint, ich verstehe warum man sich auf das Serviceheft verlässt wenn man zum ersten Mal einen Gebrauchtwagen kauft. Nur bringt das halt nichts wenn das Serviceheft gefälscht ist, und das dauert eine halbe Stunde mit einem Drucker und den richtigen Stempeln. Der optische Zustand sagt auch fast nichts, ein Aufbereiter macht dir für 300 Euro ein Auto mit 300000 Kilometern so schön dass es besser aussieht als ein vernachlässigtes mit 120000. Wer den Kilometerstand prüfen will kann das über einen Historiendienst machen, die zeigen in den meisten Fällen die komplette Kilometerhistorie an, auch für Importfahrzeuge. Macht nur kaum einer vor dem Kauf. Die Leute fangen erst an zu recherchieren wenn irgendwas komisch ist, und dann ist der Vertrag meistens schon unterschrieben.

    Die TÜV-Prüfer sehen den aktuellen Tachostand und vergleichen mit dem letzten Wert. Wenn der Abstand plausibel aussieht geht das durch. Der lückenlose Abgleich über Jahre und Ländergrenzen passiert fast nie. Auf einer Veranstaltung in Stuttgart hat mir letztes Jahr jemand vom Verband der Sachverständigen erzählt, er arbeite seit acht Jahren an einem europäischen Kilometerstandregister, die Technik sei da, die Bereitschaft der Mitgliedsstaaten ihre Daten zu teilen nicht. Berger sagt er sieht zunehmend Händler die eine Historienprüfung als Verkaufsargument nutzen. Funktioniert bei einem Teil der Kundschaft. Der andere Teil guckt sich die Preise an und nimmt das billigere Angebot drei Straßen weiter. Händler die sauber arbeiten kennen das Frustrationsgefühl. Du investierst in Prüfungen, bietest Transparenz an, hängst dir die Historienberichte ins Schaufenster, und am Ende kauft der Kunde beim anderen weil der 3000 weniger will. Und ob der Tacho stimmt bei dem Angebot fragt er nicht, jedenfalls nicht vorher. Der Braunschweiger hat seinen Kombi letzte Woche dann doch noch losgeworden, für deutlich weniger als geplant, mit dem ausdrücklichen Hinweis dass der Kilometerstand wahrscheinlich nicht stimmt. Gekauft hat ihn ein Handwerker aus der Gegend der dringend ein Auto brauchte und nicht drei Monate auf Lieferung warten konnte. Ob die 92000 auf dem Tacho stimmen interessiert den wahrscheinlich erst wenn die erste größere Reparatur kommt. Der Mechaniker wird es dann an den Bremsscheiben sehen, oder an der Kupplung, oder am Getriebe. Spätestens dann wird das teuer.

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    Ich bin David Lenz, Chefredakteur bei PresseUpdate.de. Unser Redaktionsteam veröffentlicht aktuelle Presse- und Nachrichtenmeldungen mit einem klaren Fokus auf Wahrheit, Transparenz und Professionalität. Jede Story wird mit journalistischer Verantwortung recherchiert und präsentiert.

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